Das digitale Videokolposkop ist ein Diagnoseinstrument, das mithilfe optischer Vergrößerung und elektronischer Bildgebungstechnologien die feinen Details des Gebärmutterhalses und des Vaginalwandgewebes klar darstellt. Es unterstützt Ärzte bei der Früherkennung von Gebärmutterhalsveränderungen oder Krebsvorstufen und eignet sich besonders für die weiterführende Diagnostik bei Frauen mit auffälligen Ergebnissen des Gebärmutterhalskrebs-Screenings.

Funktionsprinzip des digitalen Videokolposkops: Das Gerät vergrößert mithilfe spezieller Linsen die Oberflächenstrukturen des Gebärmutterhalses, während ein Computerbildgebungssystem diese Bilder in Echtzeit auf einem Bildschirm darstellt. Ärzte können dann Gewebeveränderungen – die durch Anfärbung mit Essigsäure- und Jodlösungen sichtbar gemacht werden – beobachten und so selbst kleinste, mit bloßem Auge nicht erkennbare Läsionen identifizieren.
Indikationen für das digitale Videokolposkop:
1. Personen, die klinische Symptome wie postkoitale (Kontakt-) vaginale Blutungen oder abnormalen vaginalen Ausfluss aufweisen.
2. Patientinnen mit bekannten zervikalen Pathologien, einschließlich zervikaler Erosion, zervikaler Polypen, zervikaler Endometriose, Leukoplakie, Condylomata acuminata (Genitalwarzen) oder Verdacht auf Malignität.
3. Patientinnen mit vulvovaginalen Läsionen, wie etwa Vulvadystrophien, Condylomata acuminata oder Verdacht auf Läsionen der Vulva und Vagina.
4. Personen mit zytologischen Befunden am Gebärmutterhals, die auf eine niedriggradige intraepitheliale Plattenepithel-Läsion (LSIL) oder höhergradig hinweisen, oder auf atypische Plattenepithelzellen unbestimmter Signifikanz (ASCUS) in Verbindung mit einem positiven Test auf Hochrisiko-Humane Papillomviren (HPV) oder auf atypische Drüsenzellen (AGC).
5. Frauen, deren zytologischer Befund am Gebärmutterhals negativ ist, bei denen jedoch bei der makroskopischen Untersuchung sichtbare Anomalien festgestellt werden, die den Verdacht auf eine bösartige Erkrankung begründen.
6. Personen, bei denen HPV Typ 16 oder 18 nachgewiesen wurde, oder Personen, bei denen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr eine anhaltende Positivität für andere Hochrisiko-HPV-Typen festgestellt wurde.
7. Patientinnen mit der Diagnose einer präkanzerösen Zervixläsion oder eines Zervixkarzinoms im Frühstadium, bei denen vor der Operation eine digitale Kolposkopie durchgeführt wird, um das Ausmaß der Beteiligung der Vaginalwand zu beurteilen.

Funktionale Merkmale des digitalen Videokolposkops:
🔷 Ermöglicht eine intuitivere und präzisere Diagnose gynäkologischer Erkrankungen; anwendbar für das allgemeine Screening und die Diagnose von Erkrankungen des Gebärmutterhalses, der Vagina und der Vulva. Das Verfahren ist nicht-invasiv und frei von Nebenwirkungen und kann Bilder von Läsionen bis zu 30-fach vergrößern.
🔷 Die Erzeugung hochauflösender Bilder ermöglicht es Ärzten, selbst kleinste Läsionen direkt auf einem Computermonitor zu beobachten und so die diagnostische Genauigkeit bei Erkrankungen wie Zervixerosion, präkanzerösen Läsionen und bösartigen Tumoren zu verbessern.
🔷 Funktionen wie Echtzeitanzeige, Bildeinfrierung und Bildaufnahme ermöglichen den Patienten ein intuitiveres Verständnis der spezifischen Art und des Zustands ihrer zervikalen Läsionen.
